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ECOOTER E2 – die Reichweite

Reichweite und noch einige offene Punkte zum ECOOTER E2 :

Nach der ersten Fahrt, habe ich mir überlegt, wie ich den Test angehen soll. Letztlich denke ich, dass es niemanden interessiert wie weit ein L3e E-Roller bei 30 oder 45km/h fährt. Also habe ich mir eine Testvariante überlegt, die den normalen Fahrstil entspricht. Überland gutes, bis volles Tempo und im Ortsgebiet sanft aber nicht verkehrsbehindernd. Zum anderen quälte mich der gestrige Tag etwas da ich da einige Auffälligkeiten hatte, die ich nicht zu beheben wusste.

Vielleicht gleich einmal zu den Punkte, die mich beschäftigten:

  •  während der Fahrt kam in unrhythmischen Zeitabständen ein Signal (wie bellen) – Es stellte sich heraus, dass hier der Reifendruck zu gering war und die Software ein Warnsignal ausstößt !
  •  nach Betätigung des  Tempomaten fuhr der E2 immer ca. 42km/h – Das ist wirklich so gewollt, ich habe das beim Importeur reklamiert und hoffe auf eine Änderung der Software. Richtig schlimm ist das nicht aber so wird der Tempomat unbrauchbar !

Ich wollte eigentlich mit Tempomat fahren, was ja nicht geht. Im Ortsgebiet sind 42km/h zu langsam, Da versuchen sich permanent alle Autofahrer an mir vorbei zu schwindeln. Was sehr gefährlich ist. Also nahm ich die Smart-Parameter zur Hilfe. In der mitgelieferten APP gibt es unter „Einstellungen Smart“ die Möglichkeit, die Höchstgeschwindigkeit auf verschiedene Parameter zu stellen. Ich nehme auch an, dass im Hintergrund auch das Drehmoment und der maximale Stromwert verändert wird. Denn die Beschleunigung wird beim ändern der Parameter spürbar flacher. Also die Auswahl 55km/h angewählt und eigentlich kann es losgehen.

Wie man hier am Display sehen kann, ist neben der Akku-Anzeige der Driving-Mode. Neben dem Gasgriff befindet sich eine Taste mit Aufschrift Smart. Drückt man diese, wechselt der Modus in Smart, beim nächsten mal wieder auf Sport. Diese Funktion werde ich nutzen um flott aber energiesparend durch das Ortsgebiet zu fahren. Wie sich herausstellte ist das nun ein Tempo, wo die lieben Mehrspurigen nicht überholen beginnen. Perfekt !!!

Der Akku:

Im Akku sind 18S 12P 18650 Lithium-Zellen verbaut. Damit ergibt sich eine Spannung von 64V und eine Kapazität von 40Ah. Die Abrufbare Leistung beträgt somit ca. 2,5 kWh. Dies scheint für einen E-Roller, der 75-80km/h fährt doch etwas spartanisch. Gut, dass man da ohne große Umbauten einen zweiten Akku aufrüsten kann. Hier stehen ein 20Ah, sowie ein 26Ah zur Auswahl. Die Steuerung lässt sogar zu, dass man ungleich geladene Akkus einstecken kann. Tolle Technik, die wirklich gut funktioniert.

Die Fahrt:

Mit vollgeladenem Akku starte ich meine Testfahrt. Ich versuche eher ebene Strecken zu fahren, was in meiner Wohngegend nicht immer geling. ich versuche auch die Strecke so zu gestalten, dass ich ca. 50% Ortsgebiet und 50% Freilandstraße befahre.. Der Trick mit dem Smart-Modus klappt wunderbar. ich lasse mich zur Ortstafel rollen und schalte vor dem Gas-geben in den Smart-Modus. Nun kann ich mit Vollgas das Ortsgebiet befahren. Auch die Beschleunigung aus dem Stand stört den Verkehr nicht. Mit 55km/h fährt sowieso jeder. Außerdem glaube ich zu wissen, dass alle Tachos mehr zeigen und dann müssten die anderen Verkehrsteilnehmer schon klar über 60km/h fahren um mich zu überholen. Außerhalb des Ortsgebietes fahre ich im Sportmodus. Das Umschalten geht auch in Vollgasstellung. Ich versuche maximal um die 75km/h zu fahren, was bergab jedoch nur schwer gelingt. In diesem Stil spule ich unglaubliche 70KM ab. Ab ca. 8% bemerkt man dann doch, dass der Top-Speed immer weiter abfällt. Bis 0% fährt der E2 aber immer noch knappe 60km/h, mein Staunen wird größer. Bei 0% Akku-Anzeige fährt das Teil aber immer noch 3km. Dann habe ich die Fahrt eingestellt, denn das Tempo war mir persönlich im Ortsgebiet zu gering. Den E2 auf den Hauptständer und einmal die Akku-Leerlaufspannung gemessen. Hier fand ich immerhin noch 53V, was ich nicht erwartete. Ich dachte eher, dass der Akku um die 50V haben würde.

Antrieb und Software:

Hier sieht man, dass man mit einem effizienten Antrieb und einer gut durchdachten Software einiges an Reichweite erzielen kann. Andere Fahrzeuge gleicher Bauart standen schon wesentlich früher. Ich bin tatsächlich beeindruckt. Da ich ja zügig unterwegs war, rechnete ich mit maximal 60KM. Natürlich versuchte ich mit geringer Verzögerung zu fahren um eben keine Energie unnötig zu vergeuden, aber im Verkehr war ich absolut kein Bremsklotz. Ich denke die Strategie hinter der Software erkannt zu haben. Der Entwickler greift ab ca. 10% in das Drehmoment und die Stromaufnahme ein. Ab hier ist ein umschalten auf den Smart-Modus nicht mehr ratsam, da das Fahrzeug doch zu langsam wird. Eine Fahrkurve, die richtig gut ausgewogen ist. Bis das die Anzeige auf 0% spring ist eine Fahrt im Ortsverkehr ohne weiteres möglich, Die letzten 3km waren dann eben nur mehr kriechen, aber es fuhr immer noch knapp 40km/h.

Das Laden:

Die Ladezeit sollte bei 10% SOC ca. 6,5h dauern. Da ich den Akku laut meiner Messung auf fast 5% SOC entladen habe, werden die 6,5h nicht ausreichen. Nun gut, er hat tatsächlich 7h geladen. Also würde man gleich laden, wenn die Restladungsanzeige auf 0% springt, scheint die angegebene Ladezeit zu stimmen. Das würde ich auch empfehlen, da eine regelmäßige Entladung auf ca. 5% an der Lebensdauer nagen würde. Optimal wäre sowieso immer sofort zu laden, wenn weniger als 40% angezeigt wird. So verlängert man merklich die Lebensdauer des Akku !

Fazit:

Genau so wie mich gestern das Fahrwerk, die Bremsen und die ausreichende Geometrie überzeugte, muss ich zugeben hat mich auch die Reichweite überrascht, natürlich zum Positiven. Der E2 hat eine gute Aerodynamik, sowie gute Rolleigenschaften. Mit der fast optimalen Softwareabstimmung wird eine Reichweite erzielt, die für mich nicht denkbar war. Ein wenig hat sich der E2 in mein Herz gefahren, das gebe ich gerne zu. Mit dem kleinen Zusatz-Akku würde ich sicher 100km schaffen. Der größere Zusatz-Akku wird eher für Fahrer zu empfehlen sein, die regelmäßig im Soziusbetrieb den E2 betreiben. Ein „Chapeau“ an ECOOTER, die haben da einen ordentliche E-Roller gebaut.

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