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Horwin CR6 Reichweiten-Test

  • Testtag : 30.04.2020
  • Startzeit : 10:00
  • Temperatur : 14°C
  • Wind : sehr wenig
  • Wetter : sonnig
  • Streckenprofil : eher hügelig ( 160 – 400 Meereshöhe )
  • Testfahrzeug : Horwin CR6
  • max. Leistung : 6,2KW
  • Akku-Kapazität : 4KWh SOC 100%
  • KM-Stand : 8
  • Gewicht Fahrer inkl. Equipment : 98Kg

Nachdem wir die Bedingungen erfasst haben, wird die CR6 aus der Garage geschoben. Der Akku wurde knapp davor noch vollgeladen. Etwas üppig bekleidet, geschuldet der doch kühlen Temperatur, geht es los. Sofort fällt auf, dass das Getriebeöl noch kalt ist, denn die Beschleunigung ist noch etwas zäh. Nach etwa 10KM ist das aber verschwunden und die CR6 geht mit den nur knapp 8,5PS ordentlich nach vorne. Teilweise erreiche ich ein Tempo von fast 100km/h, da zeigt sich, dass der Flyer nicht lügt. Der Fahrwind ist oberhalb der Bauchgegend doch merkbar. Ein kleines Windschild würde da sicher etwas zur Entspannung beitragen. Die Bereifung und das Fahrwerk lassen in den Kurven gutes Tempo zu, so muss ich nicht aus jeder Kurve hochbeschleunigen. Die Fahrspuren am Hinterreifen zeigen, dass die CR6 auch Schräglagen richtig liebt, Trotz der eher schmalen Bereifung kommt man doch auf die Reifenflanken.

Da es in meiner Gegend nicht möglich ist eine größere Distanz ohne Steigungen zu fahren, wird die erwartete Reichweite von 80KM im 50/50 (Land/Ort) sicher nicht erreicht werden, Dazu kommt noch, dass mein Gewicht eher an der oberen Belastung für das Motorrad liegt. Nach ca. 23KM sind dann doch schon 38% der Kapazität verbraucht, deshalb halte ich die Route etwas enger als geplant. Zugeben muss man, dass die CR6 auch bei ordentlichen Steigungen fast 80km/h erreicht. Also habe ich auch bergauf nicht Energie gespart. Ökonomisch ist sicher anders, aber wer will schon wissen wie weit man kommt, wenn man das Teil trägt. Immer nach Vorschrift, oder sogar etwas schneller. Auf der Landstraße entfällt das etwas schneller, denn man erreicht die 100km/h nur bei bergabfahrten.

Bei dieser kurzen Pause habe ich die Temperaturen an den Bauteilen geprüft. Bei der CR6 ist weder das Akkugehäuse noch der Kontroller als auch der Motor auffällig warm. Hier dürfte die Dimensionierung wirklich passen. Kurz und gut, die CR6 überhitzt bei beherzter Fahrt nicht, was mir gut gefällt. Da es da nicht auffälliges gab, habe ich meine weitere Route so ausgelegt, dass ich trotz vollem Tempo, den Heimathafen wieder erreiche.

Aufgesessen und weiter geht es. Bis jetzt war eigentlich die 50/50 Mischung nicht erfüllbar, ich denke, dass ich eher 70% Landstraße und nur 30% Ortsgebiet absolviert habe. Das wird sich etwas verbessern aber nach meiner Rückkehr bin ich ziemlich sicher, dass das Verhältnis 60/40 gewesen ist. Aber weiter, denn jetzt wird es ja spannend.

Die CR6 geht sogar bei SOC 20% immer noch über 80km/h, was mich dann doch wundert, denn die Balkenanzeige zeigt „empty“ ! Trotzdem fahre ich noch recht flott herum. Da ich nun ca. 50KM absolviert habe, stelle ich fest, dass es doch noch etwas weitergehen sollte. Da vertraue ich einmal der SOC Anzeige und lege noch eine Schleife mit ca. 10KM dazu. Ab SOC 10% wird es aber nun doch spürbar langsamer. Ich erreiche bei Vollgas nur mehr ca. 65km/h, Tendenz langsam fallend.

Mit SOC 5% und 69km am Tacho, erreiche ich nun meine Garage, also war das Bangen letztlich unnötig. Meiner Schätzung war noch für 3-5KM Energie vorhanden. Ausprobiert habe ich das aber doch nicht, so genau wollte ich es dann doch nicht wissen. Schieben sieht ja auch blöd aus, oder ?

Fazit:

  • Fahrdynamik : ansprechend
  • Reichweite : 61km , eher mäßig
  • Fahrspaß : absolut vorhanden
  • Geometrie: für meine 1,83m optimal
  • Anzeige : die Balkenanzeige ist bei SOC 20% weg, die SOC-Anzeige scheint sehr gut zu passen.
  • Tempo-Anzeige : ca. 2-4 km/h mehr als man tatsächlich fährt – sehr guter Wert
  • Motorsteuerung : sehr gut – recht harmonische Regelung und das Gasgriff ist nicht nervös

Meine Meinung zur heutigen Fahrt :

Grundsätzlich sollte es mit 4KW/h doch etwas weiter gehen. Ich habe eine Reichweite von ca. 70KM erwartet. Man muss natürlich fair sein und die Bedingungen waren nicht optimal, da ich keine ebenen Strecken fahren konnte. Auch die Temperatur war schon eher gering. Ich würde normal bei diesem Temperaturen nicht spazieren fahren. Auch die Sitzposition ist sehr gerade, was bequem ist, aber nicht aerodynamisch. Hier konnte ein netter gerader Lenker schon helfen, ohne zu geizig auf dem Teil zu sitzen. Der Vorbau verwirbelt auch ordentlich, das sollte man verbessern (Windschild). Bringt man dann noch um 20kg weniger auf die Waage, dankt es der Akku auch sicherlich. Ist man bereit hier etwas zu tun, kann ich mir schon die 70-80km vorstellen. Mehr auf keinen Fall, dann nur, wenn man mitläuft. Ich glaube, dass der Antriebsstrang ordentlich frisst, dafür hat man wirklich tolle Fahrdynamik, was ja vielleicht für manchem mehr wert ist. Um hier fair zu bleiben, werde ich genau diese Testrunde bei 25°C wiederholen.

Zum Lader:

Der arbeitet toll, denn nach meiner Berechnung sollte es 4,5 Stunden brauchen, bis der Akku voll ist. Bei SOC 5% gestartet war er schon nach fast 3,5 Stunden fertig !

 

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